Seit 1999 gibt es die Leichtathletikgemeinschaft Wettenberg, die bis 2010 aus den Leichtathletikabteilungen des TSV Krofdorf-Gleiberg und des TSV Launsbach bestand. Seit Januar 2011 ist auch die SG Wißmar der LG beigetreten.
Wettenberg ist eine Gemeinde im Landkreis Gießen, ungefähr 75km nördlich von Frankfurt am Main.
Der Verein betreut alle Altersklassen, egal ob Kinder, Jugendliche oder Senioren.
Sowohl für Sportabzeicheninteressenten, als auch für Athleten und Athletinnen der hessischen und deutschen Spitzenklasse, werden alle Disziplinen der Leichtathletik angeboten.
Unterstützt werden unsere gut ausgebildeten Trainer durch 2 fachkundige Physiotherapeuten.
4 Hessische Master-Meister
Bei den Hessischen Seniorenmeisterschaften am 22.Februar in Stadtallendorf konnte sich das Team aus Wettenberg viermal über die Top-Platzierung freuen. Das Ehepaar Claudius und Simone Pyrlik gewannen jeweils die 3000m in ihrer Altersklasse. Claudius lies dem Zweitplatzierten Robert Drobny vom LC Diabü Eschenburg (10:50,99) keine Chance und gewann mit 10:26,80 Minuten. Simone gewann in 12:22,76 mit 14 Sekunden Vorsprung vor Ozolina Ruta vom VFL Marburg.
Obwohl sie sonst im Wurfbereich unterwegs ist, wagte Christina Hergarten einen Ausflug in die Sprungdisziplinen und wurde mit einem Doppelsieg in ihrer Altersklasse belohnt. Im Weitsprung wurde sie mit 3,06 Metern, im Hochsprung mit 1,16 Metern Hessenbeste.
6 Titel für die LG Wettenberg bei den Cross-Meisterschaften
Bei den Cross-Meisterschaften der Kreise Marburg, Dillenburg und Gießen schnitten die Läuferinnen und Läufer der LGW sehr erfolgreich ab. Am 14. März war rund um die Grillhütte „auf dem Luh“ in Großen Linden erneut der Austragungsort der regionalen Cross-Meisterschaften.
Bei der Langstrecke der Männer ( 7780 Meter) wurde Claudius Pyrlik mit 28:30 Minuten Dritter. Es gewann Nico Debus vom Team Naunheim in 27:50 Minuten.
Bei den Frauen gewann Simone Pyrlik souverän in 22:38 Minuten die 5,2 km lange Langstrecke.
In der Altersklasse U18 war Anton Fabeck nicht zu schlagen. In der W8 siegte Milaine Jungkunz von der LGW, ebenso in der W9 ging der Titel nach Wettenberg. Hier siegte Milla Hahn. Auch Frederik Fago (M11) und Liam Pyrlik (U16) holten sich die Titel. Zweite Plätze für Wettenberg gingen an Amilia Jungkunz (W10), Matthis Bietz (M10) und Lenia Pyrlik ((U14).
Starke Beteiligung bei den mittelhessischen Hallen-Meisterschaften
Am 14.Februar fanden in Stadtallendorf die Hallenmeisterschaften der Region Mittelhessen statt. Die LG Wettenberg stellte mit 13 Teilnehmer/Teilnehmeriinnen eine der größten Teilnehmergruppen.
Neuzugang Dominik Hofmann wuchtete die 7,25 kg schwere Männer-Kugel auf 12,41 Meter und wurde Erster. Louis Fiedler belegte mit 10,30 Metern den 7. Platz. Julius Rinn wurde ebenfalls in der Männerklasse im Weitsprung mit 5,66 Metern Dritter, im 60m Lauf mit 7,7 Sekunden Sechster. Hier gewann Fabion Mills vom LAZ Gießen mit 7,31 Sekunden. In seinem ersten 60m-Hürdenlauf konnte Julius alle Hindernisse im 3er-Rhythmus überwinden und wurde Erster.
Anton Fabeck kam im 800m-Lauf der U18 in den engen Kurven der Hallenbahn nicht ganz an seine Bestzeit heran, mit 2:20,07 Minuten war jedoch keiner schneller als er.

Weil Lukas Müller seine Spikes zu Hause vergessen hatte, musste er kurzfristig welche leihen. Diese brachten ihm offenbar Glück. In der Klasse M15 wurde er überraschend mit 8,06 Sekunden mittelhessischer Meister. In seiner Spezialdisziplin, dem Kugelstoßen musste er mit 10,64 Metern nur Ben Beck aus Marburg den Vortritt lassen, der mit 11,28 Metern gewann.
Bei der weiblichen U18 steigerte sich Carlotta Krämer im Kugelstoßen lediglich um 2 cm auf 10,88 Meter. Berücksichtigt man allerdings, dass sie einen 200m-Lauf in 28,18 Sekunden in den Beinen hatte, den sie 15 Minuten vorher absolvierte, so ist diese Weite höher einzuschätzen. Hier gewann Lisa Dück vom TV Wetzlar mit 12,51 Metern.

Carlotta Krämer
Im Weitsprung der U18 wurde Michelle Rutz ihrer Favouritenrolle gerecht und siegte mit 5,41 Metern. Julia Berghoff komplettierte den Wettenberger Doppelsieg mit 5,18 Metern.

Dass sie auch vertikale Sprungkraft besitzt konnte Michelle mit 1,45 Metern im Hochsprung beweisen. Hier wurde sie Dritte. Den 2. Platz belegte Julia Berghoff mit der persönlichen Bestleistung von 1,50 Metern. Mit 1,53 Metern wurde hier Lisa Dück aus Wetzlar Erste.
Ihre ersten Regionsmeisterschaften nutzten Marina Müller und Maja Hüttl um Wettkampferfahrung zu sammeln.

Maja und Marina
In dem starken Feld der 60m-Läuferinnen wurde Marina 14. und Maja 17. Im 60m-Hürdenlauf konnte sich Marina über einen 6. Platz freuen.
Michelle Rutz gewinnt Gold bei den Süddeutschen Hallen-Meisterschaften
Eine Woche nach dem Hessentitel im Weitsprung gelingt Michelle Rutz am 7. Februar in Frankfurt-Kalbach der größte Erfolg ihrer Laufbahn. Im Dreisprung, ihrer Spezialdisziplin, konnte sie Marielena Schneider, die bei den Hessischen Meisterschaften der U20 und der U18 beidesmal vor ihr lag, deutlich hinter sich lassen und wurde überlegen süddeutsche Hallenmeisterin mit persönlichen Bestleistung von 11,50 Metern. Mariela Schneider von Frankfurt Athletics erzielte 11,14 Meter. Die Entscheidung dem Dreisprung vor dem Stabhochsprung den Vorrang zu geben hat sich ausgezahlt. Einen Grund zur Freude hatte auch das Quartett mit Julia Berghoff, Isabella Landmann, Carlotta Krämer und Michelle Rutz. In einem starken Feld aus 19 süddeutschen Staffeln belegten sie den beachtlichen 11. Platz mit 1:51,17 Minuten. Sieger wurde TSV Schott Mainz mit 1:45,10 Minuten.

1 Titel, 2 Silbermedaillen bei Hessischen Hallen-Meisterschaften
Bei den Wettkämpfen am 24.Januar in Frankfurt-Kalbach verbesserte Liam Pyrlik seine persönliche Bestleistung im 3000m-Lauf um 12 Sekunden. Mit 9:29,39 Minuten wurde er in der Klasse der M15 hessischer Vizemeister, nur Felix Veith vom Hünfelder SV war knapp vor ihm. Um im Dreisprung Wettkampferfahrung zu sammeln meldete Michelle Rutz , obwohl erst der U18 angehörig, bei den U20. Überraschend errang sie im Dreisprung-Finale die Silbermedaille mit persönlicher Bestweite von 11,32 Metern, nur 9 Zentimeter hinter der Siegerin Marielena Schneider Frankfurt Athletics.
Eine Woche später, am 31.Januar kam es zu dem gleichen Duell in der weiblichen Jugend U18. Auch hier wurde sie Zweite mit der gleichen Weite, nur 11cm Zentimeter hinter der Siegerin Marielena Schneider. Julia Berghoff erreichte mit 5,09 Metern im Weitsprung den Endkampf und konnte sich über Platz 5 freuen. Im Kugelstoßen der U18 war auch Carlotta Krämer im Endkampf. Sie wurde mit persönlicher Bestweite von 10,83 Metern Achte. Seinen ersten Kugelstoß-Wettkampf in der Männerklasse bestritt Louis Fiedler. Er stieß die Kugel 10,19 Meter weit und wurde Sechster. Der ganz große Satz aber gelang Michelle Rutz im Weitsprung der U18, sie verbesserte ihre Bestleistung um 30 Zentimeter auf 5,62 Meter und wurde mit 26 cm Vorsprung Erste vor Ella Schubert vom TV Windecken.

Anton Fabeck konnte seinem Zweiten 800m-Lauf überhaupt wertvolle Wettkampferfahrung sammeln. Mit 2:16,70 wurde er bei den U18 Elfter.
Sturm auf die Burg
Rote Backen gab es am 19. September als die Trainingsgruppe um Beke Lischka den vom TSV Krofdorf-Gleiberg iniziierten Lauf auf die Burg Gleiberg in Angriff nahmen.
16 Athletinnen und Athleten der LG Wettenberg zwischen 14 und 59 Jahren legten den rund 1500m langen Aufstieg zurück. 145 Höhenmeter und 219 Stufen waren zu überwinden. Die Steigungen bis zu 20% machten den TeilnehmerInnen, nach eigener Aussage, zwar schwer zu schaffen, aber der Spaß an der Herausforderung überwog. Die schnellste Zeit lief Anton Fabeck mit 9:45 min. Die verbrauchten Kalorien und die Flüssigkeitsverluste wurden anschließend bei einem zünftigen Grillfest im Garten von Beke ausgeglichen.

Ben Fiedler Hessischer Meister im Kugelstoßen
Handball ist seine Primärsportart. Hier spielt der 15-Jährige hochklassig und ist auch in der Landesauswahl vertreten. Trotz der terminlichen Enge ließ er sich der 1,96m große Modellathlet nicht nehmen im Wintertraining einmal pro Woche Kugelstoßen zu trainieren. Das Training des 1,96m großen Modellathleten schlug so gut an, dass sein Trainer eine Weite von 14m prognostizierte. Bei den Hessischen Schüler-Meisterschaften am 14. Juni in Gelnhausen reiste er mit einer Bestweite von 12,56 m an. In seinem letzten Versuch schockte er die Konkurrenz und übertraf tatsächlich als einziger mit 14,01 m die 14m-Marke. Zweiter wurde Jakob Pauly mit 13,76m von der Eintracht Frankfurt.

Liam Pyrlik hessischer Meister

Am 29.März fanden in Wiesbaden die Hessischen Meisterschaften der U16 in Wiesbaden statt. In einem beherzten 3000m-Rennen ließ Liam nichts anbrennen und siegte in 10:03,02 mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung vor Matti Haas vom TV Waldstrasse Wiesbaden.
Aufgrund der guten Leistung bei den Hallenmeisterschaften (2.Platz in der M14 über 300m) nimmt Liam seit März an den Kadermaßnahmen des Hessischen Leichtathletik-Verbandes teil. Auch wenn zweifelsfrei die elterlichen Gene das Lauftalent vererbt haben, legt die Heimtrainerin Lynn Rüspeler Wert auf die vielseitige und zunächst noch mehrkampforientierte Ausbildung. Geplant ist ein Start im Blockmehrkampf, wo auch Sprint, Ballwurf, Weitsprung und Hürdenlaufen verlangt werden.
HallenKreisMeisterschaften in Buseck
Bei der Hallen-Kreismeisterschaft der U12/ U14 und dem Sportfest der U10 und U16 in Großen Buseck am 30.3.25 waren 32 Kinder der LG Wettenberg gemeldet. Sie erkämpften sich 17 mal den 1. Platz. Herausragend waren Marlon Ruhs als Kreismeister der M13 mit 35m Hürden und im Hochsprung, sowie 2. bei 35 m Sprint und 3. im Kugelstoßen sowie Carla Schott W10 mit drei Kreismeistertiteln: 35 m Sprint, 35m Hürden und Hochsprung.
Beim Sportfest der U10 waren die ersten Plätze fest in der Hand der Jüngsten der LG Wettenberg.
Weihnachtsfeier im Jubiläumsjahr

25 Jahre LG Wettenberg
Seit Mitte der 80-ger Jahre gibt es in Krofdorf eine Läufergruppe um Dr. Jürgen Leib. 1994 startete Klaus Powilleit in Krofdorf eine Gruppe von „Mini-Leichtathleten“. 1999 schlossen sie sich mit den Leichtathleten des TSV Launsbach unter Alfred Nachbar zu einer Trainings- und Wettkampfgemeinschaft zusammen.
Die 3 haben die Leichtathletik in Wettenberg aber nicht erfunden. In den 60iger Jahren war Krofdorf eine Leichtathletik-Hochburg und Launsbach betrieb bis in den 70-iger Jahren in der GFL Lahn-Bieber erfolgreich Wettkampf-Leichtathletik.
Sie erweckten die Leichtathletik aus ihrem Dornröschenschlaf.
Die Krofdorfer Minis (der Begriff Kinderleichtathletik war noch nicht erfunden) trainierten auf dem Spielplatz neben der Eduard-David-Halle, wo eine 50m-Laufbahn und eine Weitsprunganlage war. Es muss 1996/97 gewesen sein, da trafen sich Klaus Powilleit und Alfred Nachbar und er erzählte von seinen Minis. Alfred Nachbar sagte er hätte in Launsbach auch eine Trainingsgruppe und er trainiere auf dem Launsbacher Sportplatz, der sei zwar staubig, aber es wäre viel Platz. Daraufhin trainierten sie gemeinsam und bald wurde aus der Trainingsgemeinschaft eine Startgemeinschaft. Alfreds Nachbars Schwerpunkt waren die Schülerinnen und Schüler und Klaus Powilleit kümmerte mich um Jugendliche und später Aktive. Bald kamen andere Trainer dazu.
Wismar schloss sich 2011 an. Im Lauf der Jahre wurden, zum Großteil in Eigenleistung, Sprung- und Wurfanlagen gebaut. Ein Schub an Trainingsqualität gab die Belegung der Anlagen mit Kunststoff und später auch der Rasenplatz.
Die Gründer hatten einen guten Start, hatten Glück; die Vereine unterstützten das Vorhaben von Anfang an; Jürgen Leib baute zu der Zeit seine Läufergruppe auf, von denen einige auch auf der Bahn starteten: das passte gut zusammen.
Auch die Gemeinde, damals noch unter Gerhard Schmitt, selbst einst ein guter Leichtathlet, unterstützte das Unternehmen. (u.a.Wurfplatz ) Auch die Kooperation mit der Wettenberg- Schule lief und läuft sehr gut. Die tragende Säule aber waren und sind die Trainerinnen und Trainer. Mit der Zeit wuchs ein kompetenter und sehr engagierter Trainerstamm heran ohne diesen dieser Verein nicht zu dem geworden wäre, der er heute ist. Darum beneiden sie viele Vereine.
Sehr erstaunlich ist, wieviel Talente dieser doch recht kleine Verein in die hessische und auch in die deutsche Spitze gebracht hat. Zum Großteil alles Eigengewächse. Und das ohne Stadion, ohne Rundbahn.
Das Credo der Trainer war immer vielseitig und mehrkampforientiert zu trainieren. Deshalb sind die zahlreichen hessischen Titel auf die Disziplinen Langsprint, Mittelstreckenlauf, Kugelstoßen, Diskus- und Speerwerfen, Stabhochspruch, Dreisprung, Blockmehrkampf, 7-Kampf und Zehnkampf verteilt.
Aus der kleinen LG wurde, wenn man nach der Bestenliste geht, einer der leistungsstärksten Vereine der Region Mittelhessens.
Nicht in der Bestenliste erscheinen die Akteure der Kinderleichtathletik. Auch hier ist die LG sehr gut aufgestellt, Im Kreis Gießen sind die Kids ungeschlagen.
Bei den ersten KiLa-Trainern, die in Hessen ausgebildet wurden, waren übrigens 2 Wettenberger.
Nicht unerwähnt bleiben sollen natürlich die Erfolge der Seniorinnen und Senioren um Werner Lotz, der auch die Sportabzeichen-Gruppe geformt hat, die so manchen nationalen wie internationalen Titel nach Wettenberg geholt haben.












